Gasgemische sind Druckgase, die aus mehreren Molekülarten bestehen und die homogen gemischt sind. Prüfgase, Kalibriergase und Referenzgase sind eine Untergruppe der Gasgemische, an die bzgl. der Herstelltoleranz, der Messunsicherheit und der Reinheit der Ausgangsprodukte besondere Anforderungen gestellt werden. Sie werden vorwiegend zur Kalibrierung von Messgeräten eingesetzt. Darüber hinaus erfüllen sie aber noch wesentliche Aufgaben bei Verfahren und experimentellen Untersuchungen, für die Gasgemische genau definierter Zusammensetzung benötigt werden.
Zur eindeutigen Beschreibung eines Gasgemisches/Prüfgases wird nicht nur die Art des Grundgases und der Beimengung(en), sondern auch eine Angabe zum Stoffmengenanteil bzw. zur Konzentration benötigt:
- Stoffmengenanteil: ist das Verhältnis der Stoffmenge der Beimengung zur Summe der Stoffmengen aller Bestandteile des Prüfgases.
- Konzentration: stellt das Verhältnis der Quantität dieser Beimengung zum Volumen der Mischphase dar.
Zur eindeutigen Kennzeichnung sind folgende Angaben möglich:
1 - Stoffmengenanteil, z.B. mol/mol, µmol/mol = ppm
2 - Volumenanteil, z.B. m3/m3, l/m3, ml/m3 = ppm
3 - Massenkonzentration, z.B. kg/m3, g/m3, mg/m3
4 - Volumenkonzentration, z.B. m3/m3, l/m3, ml/m3
5 - Stoffmengenkonzentration, z.B. mol/m3, mol/l, mmol/l
Dabei sind Volumenangaben stets auf den Normzustand (1.013 bar; 273.15 K) bezogen. Volumenanteilen sind ideale Gasvolumina (= Molanteile) zugrundegelegt.